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Stadtbahn für TUT

Beitrag verlinken am 04.03.2013 geschrieben
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Mathias S.:
Wenn ich den Masterplan richtig überflogen habe, so vermisse ich die Stadtbahn. Hätte man da nicht auf die Stadtbahn-Homepage gehen können und per Copy-Paste ein paar Seiten im Masterplan einfügen können. Wurde die Machbarkeitsstudie der Stadtbahn eigentlich schon gemacht, denn die hätte man ja eigentlich spätestens im Rahmen des Masterplans erstellen müssen oder sehe ich das falsch?

Stadtbahnidee ist - alerdings ohne den Bnamen Stadtbahn zu verwenden im Masterplan als Konzept (leider in verschlechterter wenig realisierbarere weil künstlich verteuerter Variante) enthalten.

Machbarkeitsstudie: wäre mE sinnvoll, aber wird zT noch blockiert.

 

Beitrag verlinken am 03.03.2013 geschrieben
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Wenn ich den Masterplan richtig überflogen habe, so vermisse ich die Stadtbahn. Hätte man da nicht auf die Stadtbahn-Homepage gehen können und per Copy-Paste ein paar Seiten im Masterplan einfügen können. Wurde die Machbarkeitsstudie der Stadtbahn eigentlich schon gemacht, denn die hätte man ja eigentlich spätestens im Rahmen des Masterplans erstellen müssen oder sehe ich das falsch?
Beitrag verlinken am 17.02.2013 geschrieben
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Andreas Frankenhauser:

Wegen des andauernden Stillstands in Sachen Tuttlinger Stadtbahn hat sich die Stadtbahn-Initiative nun in einem offenen Brief an OB Beck (CDU) gewandt. Stadtbahn-Initiative-Sprecher Andreas Frankenhauser: „Mit dem so genannten „Masterplan Tuttlingen“ waren auch bei der Stadtbahn-Initiative Tuttlingen zunächst große Hoffnungen verbunden. Schließlich griff dieser die seit Jahren in der Stadt diskutierte Idee auf, auf der bestehenden Donautalbahntrasse einen attraktiven Stadtbahn-Verkehr mit Innenstadt-Erschließung einzurichten. Doch leider habe die Stadt nicht die notwendigen ersten Schritte unternommen, die nötig sind, die Tuttlinger Stadtbahn auch umzusetzen.

Dabei habe Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) in einem Schreiben an die Stadtbahn-Initiative klar geäußert, was als nächstes geschehen müsse, dass das Land Baden-Württemberg eine finanzielle Unterstützung für das Tuttlinger Schienenprojekt bewilligen kann. Der Minister verlangte zum einen, dass die Akteure in Tuttlingen mit einer Stimme sprechen und die Stadtbahn Tuttlingen so auch gemeinsam einfordern müssen. Zum anderen müssten Stadt und Kreis eine Machbarkeitsstudie finanzieren. Deren positives Ergebnis sei die Voraussetzung für eine Förderung durch das Land Baden-Württemberg.

Deshalb lädt die Stadtbahn-Initiative nun ihrem offenen Brief an OB Beck ein, dass Stadt, Kreis und Stadtbahn-Initiative endlich gemeinsam in Sachen Stadtbahn Tuttlingen handeln.    Als erster Schritt möchten wir Ihnen darum einen gemeinsamen Antrittsbesuch von Stadt, Kreis und Stadtbahn-Initiative beim Landesverkehrsministerium vorschlagen. Nur wenn wir gemeinsam die Tuttlinger Interessen vortragen, werden diese auch gehört,“ so der offene Brief der Stadtbahn-Aktiven. Beim Antrittsbesuch der Stadtbahn-Initiative bei Landrat Stefan Bär (FW) hatte Bär bereits ein großes Interesse an einem gemeinsamen Vorgehen mit der Stadt Tuttlingen in Sachen Stadtbahn gezeigt. „Jetzt liegt es an der Stadt zu zeigen, dass es ihr in Sachen Stadtbahn ernst ist, und die Empfehlungen des so genannten „Masterplans“ mehr sind als ein weiteres Gutachten, das wieder in der Schublade verschwindet“, so Andreas Frankenhauser. Deshalb muss die Machbarkeitsstudie jetzt auch schnell in Auftrag gegeben werden. „Die Stadtbahn-Initiative war äußerst enttäuscht, dass diese Machbarkeitsstudie nicht [schon] im Rahmen der Mittel für die Sofortmaßnahmen des „Masterplans“ erstellt wurde,“ so der offene Brief. Dies müssten Stadt und Kreis in einer konzertierten Aktion nun nachholen. Um schneller in Sachen Stadtbahn voranzukommen, bietet die Stadtbahn-Initiative ebenfalls an, zukünftig die Koordinierung zwischen Stadt, Kreis und Land zu übernehmen. „Die Stadtbahn-Initiative ist der Meinung, dass wir nur etwas erreichen, wenn Stadt, Kreis und Stadtbahn-Initiative endlich am gleichen Strang ziehen und das Tuttlinger Schienenprojekt gemeinsam und offensiv angehen,“ so der offene Brief an OB Beck.  

Inzwischen gibt es eine Antwort von OB Beck. Leider hat er die ausgestreckte Hand der Stadtbahn-Initiative nicht angenommen. Die Stadtbahn-Initiative möchte ihre Hand aber weiterhin ausgestreckt halten und hofft, dass es in Zukunft möglich sein wird, etwas in Sachen Stadtbahn zu erreichen.

Beitrag verlinken am 05.02.2013 geschrieben
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Die Stadtbahn-Homepage wurde jetzt umfassend überarbeitet und auf den neusten Stand gebracht:

http://stadtbahn-tuttlingen.de/

Beitrag verlinken am 03.02.2013 geschrieben
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Wegen des andauernden Stillstands in Sachen Tuttlinger Stadtbahn hat sich die Stadtbahn-Initiative nun in einem offenen Brief an OB Beck (CDU) gewandt. Stadtbahn-Initiative-Sprecher Andreas Frankenhauser: „Mit dem so genannten „Masterplan Tuttlingen“ waren auch bei der Stadtbahn-Initiative Tuttlingen zunächst große Hoffnungen verbunden. Schließlich griff dieser die seit Jahren in der Stadt diskutierte Idee auf, auf der bestehenden Donautalbahntrasse einen attraktiven Stadtbahn-Verkehr mit Innenstadt-Erschließung einzurichten. Doch leider habe die Stadt nicht die notwendigen ersten Schritte unternommen, die nötig sind, die Tuttlinger Stadtbahn auch umzusetzen.

Dabei habe Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) in einem Schreiben an die Stadtbahn-Initiative klar geäußert, was als nächstes geschehen müsse, dass das Land Baden-Württemberg eine finanzielle Unterstützung für das Tuttlinger Schienenprojekt bewilligen kann. Der Minister verlangte zum einen, dass die Akteure in Tuttlingen mit einer Stimme sprechen und die Stadtbahn Tuttlingen so auch gemeinsam einfordern müssen. Zum anderen müssten Stadt und Kreis eine Machbarkeitsstudie finanzieren. Deren positives Ergebnis sei die Voraussetzung für eine Förderung durch das Land Baden-Württemberg.

Deshalb lädt die Stadtbahn-Initiative nun ihrem offenen Brief an OB Beck ein, dass Stadt, Kreis und Stadtbahn-Initiative endlich gemeinsam in Sachen Stadtbahn Tuttlingen handeln.    Als erster Schritt möchten wir Ihnen darum einen gemeinsamen Antrittsbesuch von Stadt, Kreis und Stadtbahn-Initiative beim Landesverkehrsministerium vorschlagen. Nur wenn wir gemeinsam die Tuttlinger Interessen vortragen, werden diese auch gehört,“ so der offene Brief der Stadtbahn-Aktiven. Beim Antrittsbesuch der Stadtbahn-Initiative bei Landrat Stefan Bär (FW) hatte Bär bereits ein großes Interesse an einem gemeinsamen Vorgehen mit der Stadt Tuttlingen in Sachen Stadtbahn gezeigt. „Jetzt liegt es an der Stadt zu zeigen, dass es ihr in Sachen Stadtbahn ernst ist, und die Empfehlungen des so genannten „Masterplans“ mehr sind als ein weiteres Gutachten, das wieder in der Schublade verschwindet“, so Andreas Frankenhauser. Deshalb muss die Machbarkeitsstudie jetzt auch schnell in Auftrag gegeben werden. „Die Stadtbahn-Initiative war äußerst enttäuscht, dass diese Machbarkeitsstudie nicht [schon] im Rahmen der Mittel für die Sofortmaßnahmen des „Masterplans“ erstellt wurde,“ so der offene Brief. Dies müssten Stadt und Kreis in einer konzertierten Aktion nun nachholen. Um schneller in Sachen Stadtbahn voranzukommen, bietet die Stadtbahn-Initiative ebenfalls an, zukünftig die Koordinierung zwischen Stadt, Kreis und Land zu übernehmen. „Die Stadtbahn-Initiative ist der Meinung, dass wir nur etwas erreichen, wenn Stadt, Kreis und Stadtbahn-Initiative endlich am gleichen Strang ziehen und das Tuttlinger Schienenprojekt gemeinsam und offensiv angehen,“ so der offene Brief an OB Beck.  

Beitrag verlinken am 02.02.2013 geschrieben
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Stadtbahn-Initiative Tuttlingen

Andreas Frankenhauser

Bahnhofstraße 45

78532 Tuttlingen

 

 

Oberbürgermeister Michael Beck

Rathausstraße 1

78532 Tuttlingen

 

 

                                                                               Tuttlingen, 2. Februar 2013

 

 

Offener Brief: Gemeinsames Vorgehen in Sachen Stadtbahn

 

 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Beck,

 

mit dem so genannten „Masterplan Tuttlingen“ waren auch bei der Stadtbahn-Initiative Tuttlingen zunächst große Hoffnungen verbunden. Schließlich griff dieser die seit Jahren in der Stadt diskutierte Idee auf, auf der bestehenden Donautalbahntrasse einen attraktiven Stadtbahn-Verkehr mit Innenstadt-Erschließung einzurichten.

 

Doch folgten leider danach nicht die notwenigen Maßnahmen, die nötig wären, das Tuttlinger Schienenprojekt auch umzusetzen. In einem Schreiben von Verkehrsminister Winfried Hermann an die Stadtbahn-Initiative hat dieser schon frühzeitig darauf hingewiesen, welche Schritte erfolgen müssen, bevor eine finanzielle Förderung des Tuttlinger Projekts durch das Land Baden-Württemberg erfolgen kann:

 

1.)    Es muss vor Ort ein Konsens der politisch Handelnden hergestellt werden, die die Stadtbahn Tuttlingen auch gegenüber dem Land einfordert.

 

2.)    Stadt und Kreis müssen eine Machbarkeitsstudie mitsamt einer Kosten-Nutzen-Analyse nach dem Verfahren der Standardisierten Bewertung in Auftrag geben. Diese ist die Voraussetzung für eine Förderung durch das Land Baden-Württemberg.

 

Beim Antrittsbesuch der Stadtbahn-Initiative bei Landrat Bär hatten wir den Eindruck gewonnen, dass der Kreis ein sehr großes Interesse an einem gemeinsamen Vorgehen in Sachen Stadtbahn hat. Auch die Stadtbahn-Initiative ist der Meinung, dass wir nur etwas erreichen, wenn Stadt, Kreis und Stadtbahn-Initiative endlich am gleichen Strang ziehen und das Tuttlinger Schienenprojekt gemeinsam und offensiv angehen.

 

Wir möchten Sie deshalb dazu einladen, zukünftig gemeinsam mit Stadtbahn-Initiative und Landkreis vorzugehen. Als erster Schritt möchten wir Ihnen darum einen gemeinsamen Antrittsbesuch von Stadt, Kreis und Stadtbahn-Initiative beim Landesverkehrsministerium vorschlagen. Nur wenn wir gemeinsam die Tuttlinger Interessen vortragen, werden diese auch gehört.

 

Parallel dazu müssen Stadt und Kreis auch ihre Hausaufgaben machen und endlich die notwenige Machbarkeitsstudie in Auftrag geben. Ohne sie treten wir auf der Stelle. Diese Studie wäre auch ein starkes Zeichen, dass es Kreis und Stadt Tuttlingen ernst meinen mit dem Projekt Stadtbahn Tuttlingen. Die Stadtbahn-Initiative war äußerst enttäuscht, dass diese Machbarkeitsstudie nicht im Rahmen der Mittel für die Sofortmaßnahmen des „Masterplans“ erstellt wurde.

 

Es liegt in erster Linie an uns, die Stadtbahn Tuttlingen voranzutreiben. Verweise auf die für den Stadtbahn-Betrieb nötige Neigetechnik-Ertüchtigung zwischen Tuttlingen und Sigmaringen helfen hier nicht weiter, zumal eine gemeinsame starke Stimme für die Stadtbahn auch Impulse dazu liefern kann, diese Modernisierung endlich anzugehen.  

 

Wir würden uns freuen, wenn Sie unsere Einladung zu einem gemeinsamen Vorgehen in der Sache annehmen würden. Schließlich geht es um ein Projekt, von dem Stadt, Kreis und aktive Bürgerschaft gleichermaßen profitieren werden. Gerne übernimmt die Stadtbahn-Initiative hierfür auch die Koordinierung zwischen Kreis, Stadt und Land.

 

Mit freundlichen Grüßen

 

 

Andreas Frankenhauser

Beitrag verlinken am 18.01.2013 geschrieben
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Sehr geehrter Herr Beck,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Dass die Stadtbahn Tuttlingen nicht von heute auf morgen kommt, ist, denke ich, allen Beteiligten klar. Aber auch eine lange Reise fängt mit dem ersten Schritt an. Verkehrsminister Winfried Hermann hat gegenüber der Tuttlinger Stadtbahn-Initiative sehr genau darauf hingewiesen, welche Schritte als nächstes folgen müssen, um die Stadtbahn umzusetzen und eine Förderung des Projekts durch das Land Baden-Württemberg zu ermöglichen. Dazu gehört insbesondere, dass Stadt und Kreis diese auch gegenüber dem Land einfordern und eine Machbarkeitsstudie vorlegen. Um das Interesse von Stadt und Kreis Tuttlingen an der Stadtbahn Tuttlingen gegenüber dem Land zu unterstreichen, möchte ich Ihnen deshalb gerne einen gemeinsamen Besuch von Ihnen, Landrat Bär und der Stadtbahn-Initiative bei Verkehrsminister Hermann vorschlagen. Dies würde dem Projekt gegenüber dem Land einen ganz anderen Rückhalt geben, wie dies bisher der Fall war. Begleitet werden sollte dies von einer von Stadt und Kreis zu finanzierenden Machbarkeitsstudie nach dem Verfahren der Standardisierten Bewertung. Dies ist Voraussetzung für die Förderung der Stadtbahn Tuttlingen durch das Land Baden-Württemberg.

Es ist völlig unstrittig, dass es noch ein langer Weg zur Verwirklichung der Stadtbahn Tuttlingen ist. Damit dies aber kein Projekt für den Sankt Nimmerleinstag-Tag werden sollte, bedarf es erster mutiger Schritte. Ich würde mich freuen, wenn Sie das Angebot eines gemeinsamen Vorgehens in der Sache annehmen würden. Nach dem letzten Gespräch der Stadtbahn-Initiative mit Herrn Bär habe ich den Eindruck gewonnen, dass Herr Bär ein sehr großes Interesse an einem gemeinsamen Vorgehen hat. Wegen weiterer Abstimmung gemeinsamer Initiativen in der Sache würde ich mich über eine Kontaktaufnahme Ihrerseits freuen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Frankenhauser andreas PUNKT frankenhauser add gmx PUNKT de

http://lbu-tuttlingen.meinsbh.de/blog/2011/07/27/minister-hermann-zeigt-weg-zur-stadtbahn-tuttlingen-auf/

Antwort auf Frage bei Abgeordnetenwatch / Facebook http://www.facebook.com/obbeck?ref=ts&fref=ts

Beitrag wurde am 18.01.2013 vom Verfasser bearbeitet
Beitrag verlinken am 07.01.2013 geschrieben
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Die Zweckentfremdung von Mitteln für den öffentlichen Personennahverkehr durch Stuttgart 21

http://s21irrtum.blogspot.de/2013/01/die-zweckentfremdung-von-mitteln-fur.html

Zitat daraus:

Solange es in Baden-Württemberg und in ganz Deutschland Dutzende, wenn nicht Hunderte von wichtigen Nahverkehrsvorhaben im Bereich Straßenbahn, Stadtbahn und U-Bahn gibt, die wegen fehlender Mittel nicht finanziert werden können, ist es eine Todsünde, einen Fildertunnel, der ja eigentlich nur die Folgemaßnahme eines Immobilienverwertungsprojekts ist, mit diesen Zuschussmitteln mitzufinanzieren.

Lieber sinnvolle Nahverkehrsprojekte wie die Stadtbahn Tuttlingen im ganzen Land finanzieren als weiterhin Milliarden in das sinnlose Immobilen- und Bahnrückbauprojekt S21 zu stecken.

Beitrag verlinken am 10.12.2012 geschrieben
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Andreas Frankenhauser:

Minister Hermann: Schienenpersonennahverkehr attraktiver machen und bezahlbar halten

Land legt Wettbewerbsfahrplan für die Ausschreibung des Schienenpersonennahverkehrs vor

Baden-Württemberg29.11.2012 Grün-Rot will Baden-Württemberg zur Pionierregion für nachhaltige Mobilität machen. Dazu gehört auch der Anspruch, unter anderem aufgrund des nahen Vorbilds Schweiz, das führende Bahnland unter den deutschen Flächenländern zu sein. Verkehrsminister Winfried Hermann legte am Donnerstag, 29. November in Stuttgart den Fahrplan für die SPNV-Ausschreibungen im Land vor. Er sagte: „Wir werden das Schienenverkehrsangebot im Land um weitere 15 bis 20 Prozent ausweiten. Gegenüber dem Jahr der Bahnreform 1994 sind dies 75 Prozent mehr Züge, ein Spitzenwert unter den Bundesländern.“

Die grün-rote Landesregierung drückt auf das Tempo beim Ausbau des Schienenverkehrs in Baden-Württemberg. Und was macht Stadt und Kreis Tuttlingen daraus? Wann wird endlich die Stadtbahn als Tuttlinger Referenzprojekt für einen attraktiven Schienenverkehr offensiv eingefordert?

Beitrag verlinken am 10.12.2012 geschrieben
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Minister Hermann: Schienenpersonennahverkehr attraktiver machen und bezahlbar halten

Land legt Wettbewerbsfahrplan für die Ausschreibung des Schienenpersonennahverkehrs vor

Baden-Württemberg29.11.2012 Grün-Rot will Baden-Württemberg zur Pionierregion für nachhaltige Mobilität machen. Dazu gehört auch der Anspruch, unter anderem aufgrund des nahen Vorbilds Schweiz, das führende Bahnland unter den deutschen Flächenländern zu sein. Verkehrsminister Winfried Hermann legte am Donnerstag, 29. November in Stuttgart den Fahrplan für die SPNV-Ausschreibungen im Land vor. Er sagte: „Wir werden das Schienenverkehrsangebot im Land um weitere 15 bis 20 Prozent ausweiten. Gegenüber dem Jahr der Bahnreform 1994 sind dies 75 Prozent mehr Züge, ein Spitzenwert unter den Bundesländern.“

Ein Zug der Hohenzollerschen Landesbahn (bei Göllsdorf)Im Gegensatz zur Vergangenheit ist der weitere Ausbau allerdings kein Selbstläufer mehr. Angesichts drastisch verschlechterter Rahmenbedingungen sind große Anstrengungen und sorgfältige Planungen erforderlich. Dies hat ein vom Verkehrsministerium durchgeführter Kassensturz gezeigt. Die Pläne der Vorgängerregierung waren nicht durchgerechnet. „Angesichts des Zwangs, den Haushalt zu konsolidieren, werden nicht alle damals im Zusammenhang mit Stuttgart 21 landesweit versprochenen Verbesserungen finanzierbar sein und die Vergabekonzeption muss deutlich korrigiert werden“, sagte Minister Hermann.

Wie die Finanzierung des Schienenpersonennahverkehrs in Baden-Württemberg grundsätzlich funktioniert erklärt das FAQ "Warum fährt ein Zug"

Zwei Ursachen erschweren die ambitionierten Ziele der Regierung:

• Die objektiven Randbedingungen haben sich in den vergangenen Jahren deutlich zum Negativen entwickelt. Wesentlicher Treiber sind die Trassen- und Stationsentgelte, die die Deutsche Bahn AG seit Jahren stärker erhöht, als die Regionalisierungsmittel zunehmen. Im Ergebnis sinkt die Kaufkraft der Regionalisierungsmittel beständig, so dass inzwischen der konsumtive Anteil der Ausgaben für SPNV-Leistungen bei über 90% des gesamten Etats liegt. Hinzu kommen steigende Energie- und insbesondere auch Fahrzeugpreise, die die Vorhaltekosten erhöhen.

Ein Zug der Schweizerischen Bundesbahn am Bodensee• Die Vorgängerregierung hat es versäumt, rechtzeitig auf den Wettbewerb zu setzen und den SPNV solide zu finanzieren. Der große, 13 Jahre lang laufende Verkehrsvertrag mit DB Regio wurde zum Nachteil des Landes geschlossen, indem der Preis weit überhöht ist und Mehreinnahmen aus Erfolgen am Fahrgastmarkt allein der DB AG zustehen. Wettbewerbspolitisch wurde die beste Phase des Marktes im Schienenverkehr verpasst, indem sieben Jahre lang kein Wettbewerb praktiziert wurde. Darüber hinaus wurden Angebotsausweitungen von bis zu 40 Prozent versprochen, ohne eine detaillierte landesweite Budgetrechnung über Kosten und Erlöse anzustellen und die Finanzierbarkeit sicherzustellen. Ebenfalls wurde nicht bedacht, dass die entfallene Fahrzeugförderung zu einem Preisschub führen wird, weil die Kosten auf das Bestellentgelt umgelegt werden müssen.

Der nunmehr vorliegende Kassensturz zeigt auf, dass die heutige Landesregierung in eine Defizitfalle von 100 Mio. Euro pro Jahr getappt wäre, wenn sie die Angebotskonzeption 2020 unbesehen übernommen hätte. Insbesondere die Netze S-Bahn Rhein-Neckar, Breisgau und Stadtbahn Karlsruhe mussten überarbeitet werden, weil dort jährliche Mehrkosten von insgesamt 150 Mio. Euro drohten, die durch Vergabegewinne bei anderen Netzen nicht hätten aufgefangen werden können. Dies zu erkennen und solide zu berechnen hat einige Zeit gekostet. Es sind auch noch Abstimmungsprozesse mit anderen Projektpartnern erforderlich, die das Land nun mit Hochdruck vorantreiben wird.

Vergabekonzeption: mit großen, aber wohl dosierten Schritten in den Wettbewerb

Minister Hermann erklärte: „Damit die verkehrspolitischen Ziele im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel erfüllbar bleiben, setzt die Landesregierung künftig auf eine konsequente, faire Wettbewerbspolitik. Sie ist der Schlüssel, leistungsgerechte Preise am Markt zu erzielen. Ohne die Vergabegewinne aus der heutigen Überrendite der DB AG wird es nicht möglich sein, den SPNV bezahlbar zu halten. Ein Wettbewerb auf dem Rücken der Arbeitnehmer lehnt Grün-Rot ab.“ Die neue Vergabekonzeption, die als Anlage beigefügt ist, versuche, diesem Ziel Rechnung zu tragen.
Allerdings sei anzumerken, dass die wirtschaftlich attraktiven Netze nahezu ausnahmslos mit geplanten Infrastrukturmaßnahmen gekoppelt sind, die erhebliche zeitliche und finanzielle Risiken aufweisen. Insbesondere die drei Stuttgarter Netze, die den Bahnknoten Stuttgart durchqueren, weisen aus Bietersicht ein Risikoprofil auf, das besondere Vorkehrungen notwendig mache. Nur wenn die Wettbewerber der Deutschen Bahn erkennen, annähernd gleiche Gewinnchancen zu haben, und wenn sie die Risiken für beherrschbar halten, werden sie bei bundesweit hoher Verfahrenskonkurrenz „ihren Hut in den Ring werfen“.

Aus diesem Grund ist die Landesregierung im Grundsatz bereit, bei komplexen Netzen die Fahrzeugfinanzierung mit haushaltsrechtlichen Garantien zu unterstützen. Eine kürzlich eingerichtete Arbeitsgruppe habe den Auftrag, bis Ende Januar die zur Auswahl stehenden Modelle zu bewerten und eine Empfehlung auszusprechen.
Da der über Jahre angehäufte Vergabe“berg“ die heutige Bieterlandschaft überfordert, wäre es für das Land kontraproduktiv, 40 Mio. Zugkilometer en bloc in den Wettbewerb zu überführen. Stattdessen strebt das Land nach Minister Hermanns Worten Übergangsverträge mit DB Regio von bis zu drei Jahren an. Das Land gehe davon aus, dass in diesem Zuge mit der DB AG vereinbart werden kann, frühzeitig moderneres Wagenmaterial auf den kritischen Strecken (z.B. Rems-/Murrbahn) einzusetzen.

Weitere Informationen zum Verfahren der Netzausschreibungen erhalten Sie in der beigefügter Präsentation.
Detailinformationen zum Schienenpersonennahverkehr finden Sie in beigefügtem Hintergrundpapier
Hier finden Sie den Vergabekalender auf einen Blick.

Um diese Strecken geht es: Alle Linien und Netze, die in den nächsten Jahren ausgeschrieben werden.

 
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Quelle: Ministerium für Verkehr und Infrastruktur Baden-Württemberg (PM)
  • Statistiken: 200 Beiträge | 4259 Aufrufe

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